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A

Anker
Der Anker stellt die Verbindung zwischen Räderwerk und Unruh her. Durch wahlweises Eingreifen der Ein- oder Ausgangsseite in das Gang- oder Hemmungsrad führt der Anker einen gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks herbei. Der Anker zählt zu den am meisten strapazierten Teilen im mechanischen Uhrwerk.

Ankerrad
Es bildet zusammen mit dem Anker die Hemmung und ist das letzte Rad im Räderwerk.

Anzeige
Anzeige der Zeit und anderer Größen. Die Anzeige kann durch Zeiger erfolgen, die sich über einem Zifferblatt drehen (Analoganzeige), oder durch Ziffern, die in einem oder mehreren Fensterchen erscheinen (Digitalanzeige oder numerische Anzeige). Letztere kann durch alphabetische Angaben vervollständigt werden (alphanumerische Anzeige).

Armband
Damit befestigt man eine Uhr am Handgelenk. Material in der Regel Edelstahl, Leder oder Gold.

Armbanduhr
An einem Armband befestigte und am Handgelenk getragene Kleinuhr.

Applike
Ornament, z.B. aus gegossener Bronze, Messing oder Zinn, das auf eine Fläche zum Verzieren aufgesetzt (appliziert) wird. Appliken sind besonders häufig seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf Gehäusen und in den Zwickeln der Zifferblätter angebracht worden.

Aufzugskrone
siehe Krone

Aufzugswelle
siehe Welle

Automatikuhr
Als automatische Uhr bezeichnet man eine Armbanduhr, deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Uhrenträgers aufgezogen wird. Dies geschieht durch einen Rotor, der sich bei Armbewegungen – den Gesetzen der Schwerkraft folgend – dreht. Siehe auch Selbstaufzug

Automatischer Kalender
Unterschiedliche Monatslängen (28, 30 oder 31 Tage) werden automatisch berücksichtigt. Datumskorrekturen sind in Schaltjahren erforderlich.

B

Baguettewerk
Ein besonders schmales Werk, dass für sehr kleine Damenuhren verwendet wird.

Bandschliff oder Streifenschliff
Feiner, streifenförmiger Schliff zur Dekoration der Uhrwerkteile, der auf Platinen, Räder-brücken oder Kloben aufgebracht wird.

Bicolor
Farbmischung aus Silber und Gold.

Bogenzifferblatt
Rechteckiges Zifferblatt mit oben eingezogenem Bogenfeld.

Bombiertes Glas
Die Oberfläche des Uhrenglases ist gewölbt.

Brechungskante
Ist eine Abschrägung im 45° Winkel an den Platinen, Brücken und Kloben.

Breguet – Spirale
Im Jahre 1788 von Abraham Louis Breguet (1747-1823) entwickelte Unruhspirale mit nach oben und innen gebogener Endkurve, die beim Schwingen der Unruh ihren Scherpunkt nicht verlagert.

Breguet – Zeiger
Von Abraham Louis Breguet (1747-1823) benutzte gerade schlanke, meist stählerne Zeiger mit einer gebohrten kreisförmigen Erweiterung nahe der Spitze.

Brücke
Ein Metallteil, das den oberen Lagerpunkt für mindestens eine Räderachse (Zapfen) bildet und auf der Rückseite der Werkeplatine befestigt ist.

C

Cabochon
Rundgeschliffener Zierstein, manchmal als Abschluss einer Aufzugskrone eingesetzt.

Caliber
Caliber (Kaliber) betiteln die diversen Uhrwerksmodelle.

Carbon
Carbon ist ein chemisches Material, was sehr leicht ist und durch hohe Steifigkeit und Zugfestigkeit Überzeugt. Carbon besteht aus einem Kunstharz, in das Kohlefasern eingebettet werden. Das Harz stabilisiert beim Aushärten die Fasern. Verarbeitungsformen und Bestandteile sind sehr oft Geheimrezepte der Hersteller.

Ceramic
Ceramic-Gehäuse und Bänder sind fast so hart wie ein Diamant und damit extrem kratzfest und beständig. Sie sind sehr hochwertig und aufwendig in der Herstellung.

Chaton
Goldringe, die die Lagersteine umfassen und in der Räderbrücke verschraubt werden.

Chronograph
Bezeichnung für eine Stoppuhr (griechisch: chronos = Zeit und grapho = ich schreibe) mit Auslösemechanismus in Kombination mit einer normalen Uhr. Die meist mechanische Stoppvorrichtung an einer Taschen- oder Armbanduhr für die Messung kleinerer Zeitabschnitte. Chronographenzähler messen die Kurzzeit meist über 30 Minuten, 12 oder 24 Stunden mit 1/1 oder 1/100 Sekunde.

Chronometer
Besonders exakt gehende Uhren, deren hohe Ganggenauigkeit durch das Zertifikat eines Chronometer-Prüfungsinstituts bescheinigt worden ist. Geprüft werden Chronometer etwa von der Sternwarte in Hamburg. Taschen-, Armband- und Schiffschronometer sowie Beobachtungsuhren können dieses Zertifikat erhalten. Chronometer dürfen sich nur jene Uhren nennen, die aufgrund ihrer Präzision und hervorragender Zeitmeßergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage, die Uhren werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen getestet. Wenn bei diesem Test bestimmte Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das prüfende Institut einen Gangschein aus. So muß z.B. der mittlere tägliche Gang eines Chronometers in fünf Lagen im Bereich von –4 Sekunden/Tag bis +6 Sekunden/Tag liegen.

D

Damenuhr
Kleine, meist dekorative Uhren, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts eigens für Damen hergestellt werden.

Datumsanzeige
Angabe des Tages, eventuell auch der Woche, des Monats, des Jahres, die seit dem 16. Jh. auf Großuhren häufig erscheint. Gelegentlich werden sogar die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt (sog. Ewiger Kalender). Seit dem 17. Jh. befinden sich Datumsanzeigen auch auf Taschenuhren.

Dichtungsring
Eine wasserdichte Uhr wird mit mindestens einem Dichtungsring am Gehäusedeckel, dem Glas und der Krone versehen. Früher wurden Dichtungsringe aus Kork, Blei und Gummi verwendet, heute sind diese Materialien durch verschiedenste Kunststoffe ersetzt worden.

Digitalanzeige
Zeitangabe, bei der die Anzeige nicht durch Zeiger erfolgt, sondern die auf einer sich drehenden Scheibe angebrachten Ziffern in einem Ausschnitt der Front erscheinen. diese Art der Anzeige kommt seit dem 18. Jahrhundert vor. Heute werden mit dem Begriff "Digitalanzeige" Uhren beschrieben, die eine LCD-Anzeige besitzen.

Display
Mit diesem englischen Ausdruck bezeichnet man das Anzeigefeld der Uhren mit numerischer Anzeige. Anstelle des klassischen Zifferblattes ist es in den meisten Fällen eine Scheibe mit Fensterchen, in denen die Ziffern erscheinen.

Doublé
Ein Schmuckmetall, bei dem auf ein unedles Metall eine Goldschicht aufgebracht wurde. Zur Beschichtung gebraucht man eine Gold-Legierung mit einem Feingehalt von 333/000 oder 585/000.

Dreiviertelplatine
Eine große Räderbrücke, die das Werk zu drei Vierteln Bedeckt. Sie ist eine Spezialität des klassischen Glashütter Uhrenbaus.

Drücker
Zur Bedienung von Uhren mit Zusatzfunktionen reicht die Krone allein nicht aus. Deshalb versieht man diese Uhren mit kleinen Druckschaltern, die seitlich aus dem Gehäuse ragen.

E

Edelstahl
Ein nichtrostender Stahl, der heute in der Uhrenindustrie nicht mehr wegzudenken ist. Edelstahl kann eine Legierung von Nickel und Chrom oder auch Molybdän und Wolfram mit Stahl sein. Edelstahl wird etwa seit Beginn der dreißiger Jahre im Uhrenhandwerk verwendet.

Einstellring
Ein drehbarer Ring am Außenrand eines Uhrgehäuses, welcher der Ermittlung zusätzlicher Meßwerte dient. Dies kann beispielsweise die Funktion einer Weltzeit oder auch das Messen von Tauchzeiten sein.

Email
Frz. farbiger Glasfluss auf Metall, der diesem als Schutz oder Zierde dient. Chemisch besteht Emaille oder eingedeutscht Email aus Sonderglas, das man mit Antimonaten, Zirkonoxid oder Titandioxid weiß, mit Kobaltoxid, Chromoxid oder anderen Farbstoffen bunt einfärbt. Bei 1200° Celsius wird das Glas geschmolzen und abgeschreckt. Die entstehenden Körner werden mit den Färbemitteln gemahlen. Schließlich wird das Email durch Streichen, Tauchen oder Spritzen auf die gut gereinigte Metallbasis aufgetragen und im Spezialofen bei 800° bis 900° Celsius gebrannt.

Eisen
Vom 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts wurde ausschließlich Eisen zur Herstellung von Uhrwerken und Uhrengehäusen verwendet. Eisen war damals ein wertvolles Metall, heute gelten Eisenuhren als beliebte Sammlerstücke.

Ewiger Kalender
Kalendermechanismus, der auch die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt. Heute vornehmlich in extrem hochwertigen Armbanduhren.