Kudoke
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F

Federhaus
Eine kleine verzahnte Metalltrommel, in der sich eine aufgerollte Zugfeder befindet. Diese Feder speichert die Aufzugsenergie.

Federsteg
Federstege finden für Uhren Verwendung, deren Armbänder nicht fest mit dem Gehäuse verbunden sind. Ein Federsteg ist ein Röhrchen aus Edelstahl, dessen Enden mit beweglichen Endstücken verschlossen sind. Diese werden durch eine kräftige Spiralfeder auseinandergedrückt. Federstege unterliegen einer hohen Beanspruchung und sollten regelmäßig ausgetauscht werden.

Fliegeruhr
Armbanduhren, speziell für Piloten der zivilen und militärischen Luftfahrt konstruiert und entwickelt.

Fly-back
Durch Knopfdruck wird der Stoppvorgang eines Chronographen augenblicklich beendet und die Chronographenzeiger springen auf null. Der Chronograph wird dabei nicht angehalten, er beginnt sofort wieder mit einer neuen Zeitmessung.

G

Gang
Der Gang ist der Unterschied zwischen zwei abgelesenen Uhrenständen bei einem Tag Differenz.

Gangabweichung
Gangabweichungen hängen zu einem großen Teil von Faktoren wie zum Beispiel schwankende Temperaturen, Erschütterungen, unregelmäßiges Aufziehen oder Verschmutzung ab. Von Gangabweichung spricht man, wenn eine Uhr den vom Hersteller vorgegebenen Tolerranzbereich nicht einhält.

Gangdauer
Betriebsbereitschaft einer Uhr für die Zeit, die nach dem Vollaufzug bis zur völligen Entspannung der Triebfeder vergeht.

Gangmodell
Stark vergrößerte Ausführung einer Hemmung mit Unruh auf einer separaten Werkplatte. Meist praktischen Erprobung neuer Konstruktionen bzw. als Lehrmaterial für Uhrmacherschulen.

Gangregler
Mechanische Einrichtung, deren gleichmäßige Bewegung als grundlegendes Zeitmaß dient. Oberbegriff für Pendel, Unruh, Radunrast und Waag.

Gangreserve
Zeit, die zwischen Vollaufzug und völliger Entspannung der Zugfeder vergeht.

Gebläute Schrauben
Gehärtete Schrauben aus Stahl, die durch Erwärmen auf etwa 290°C entspannt werden, wodurch sie eine dauerhafte tiefblaue Farbe annehmen.

Gehäuse
Schützende und schmückende Verkleidung des Uhrwerks aus verschiedenen Materialien.

Gehärtetes Glas
Bei der Härtung von Glas, wird nicht das Material härter wie bei der Härtung von Stahl, sondern die Gläser werden bruchunempfindlicher. Sie werden dazu mit Säure behandelt. Dadurch verschwinden Unebenheiten und Kanten im Mikrobereich auf der Glasoberfläche, die sonst den Keim für einen Bruch bilden könnten. Das Glas wird dadurch viel elastischer und somit bruchunempfindlicher.

Glasboden
Viele mechanische Uhren werden heute mit einem Gehäuseboden mit eingelassenem Glas ausgestattet, damit der Besitzer das Uhrwerk und seine Funktion beobachten kann.

GMT
Greenwich Mean Time. Durch die südenglische Stadt Greenwich verläuft der Nullmeridian der Weltzeit. Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt, die Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT.

Goldauflage
Die Dicke der Goldauflage wird in Mikrometer angegeben, also in Tausendstel Millimeter. Bei den erstgenannten Verfahren können die Dicken von 2 bis 80 Mikrometer reichen, Goldkappen haben meist eine Dicke von 200 bis 300 Mikrometer.

Guillochierung
Von Hand durchgeführter Schnitt von gleichmäßigen Mustern oder Ornamenten z.B. auf Zifferblättern oder Gehäuseschalen.

H

Halbschwingung
Die Hälfte des Weges einer Unruh-Schwingung von Nulldurchgang zu Nulldurchgang.

Handaufzug
Die Antriebsfeder wird hierbei von Hand gespannt (aufgezogen) und liefert dann Energie, die für ca. 24 bis 36 Stunden ausreicht, um das Uhrwerk in Gang zu halten. Da die Feder anfangs mehr Kraft entwickelt, als am Ende ihrer Gangreserve, ist der Gleichlauf gewissen Schwankungen unterworfen. Das kann Auswirkungen auf die Ganggenauigkeit haben. Bei sehr hochwertigen mechanischen Uhren wurde früher ein sogenanntes Malteser Kreuz eingebaut, um den gleichmäßigen Ablauf des Räderwerkes zu gewährleisten.

Hemmung
Die Hemmung dient dazu, die Kraft von der Zugfeder über das Räderwerk auf die Unruh zu übertragen, um deren Schwingungen aufrecht zu erhalten. Sie verhindert ferner ein rasches Ablaufen des Uhrwerks.

I

Indexe
Metallstücke, die in Form von Zahlen oder Strichen auf der Oberseite vom  Zifferblatt befestigt werden.

Incabloc
Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei mechanischen Uhren.